Tagedieb
fertiggestellt
Galerie
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Beschreibung Deutsch

an einem der zentralsten orte der stadt, dem Wiener Graben wurde ab Mai 2010 ein neuer, permanenter Ort für Kunst im öffentlichen Raum eingeweiht, der in der Folge jedes Jahr von der Institution KÖR- Kunst im öffentlichen Raum neu bespielt wird.

Das erste Werk für diesen Ort ist die Installation TAGEDIEB von Cosima von Bonin. (kuratiert von Matthias Herrmann.)

Bonins Arbeit reagiert eindrucksvoll auf das geschäftige Treiben und den histori(sti)schen Charakter der Umgebung.

Aus statischer sicht besteht die kunstinstallation aus zwei teilen.
 
einer aus stahlrohren geschweißten ca. 4,5m hohen stuhlkonstruktion sowie einer unmittelbar daneben stehenden 6,5m hohen lampe.

auf der stuhlkonstruktion sitzt eine puppe aus kunstharz. die nase der puppe (alu) kragt von einer innerhalb der puppe angebrachten stahlunterkonstruktion 2,6m frei aus. an der spitze der nase ist eine spinne (0,5 kg) befestigt. der stuhl ist an, zwei sich diagonal gegenüberliegenden punkten am boden zur aufnahme von zug und horizontalkräften befestigt. somit wird ein kippen des stuhls verhindert.

die befestigung erfolgt über eine verspannte konstruktion zwischen dem deckelauflager einer wasserschieberkappe und den scheiteln einer im darunterliegenden beton eingelegten leerverrohung. die beiden anderen stuhlbeine (druckpunkte) werden horizontal lagebefestigt.

eine ausreichende horizontale steifigkeit der stuhlkonstruktion wird lediglich durch die profilabmessungen und die volle verschweißung mit den beiden podesten erreicht.

die lampe (typ maiglöckchen-analog der permanenten grabenbeleuchtung) ist zentrisch über einer vorhandenen schirmbefestigung angeordnet. das einspannmoment am fusspunkt der lampe wird über dübelung im fugenbild der pflasterung an die darunterliegende stahlbetonplatte übertragen.