ein privatmuseum für den sammler herbert liaunig in neuhaus / kärnten. zwecks energie- und baukostenersparnis zu großen teilen unter der erde, jedoch löst sich der baukörper an mehreren stellen beeindruckend aus dem hanggrundstück.
der an den eingangsbereich anschließende trakt mit schaudepot und einem ast der ausstellungsräume ist teils zweigeschossig, wobei die obere ebene über den foyerbereich auskragt.
der haupt-ausstellungstrakt liegt als trogartiger stahlbetonriegel von 160
metern länge zu etwa 80 % seiner höhe in die erde eingebettet. die aussteifung
gegen erddruck wird von besonders schlanken betonträgern mit trapezquerschnitt
übernommen, die auch als medienträger für die inszenierung der kunst dienen.
an den beiden enden steht der riegel über die kanten des hügelgrundstücks
über, wobei sich an der dem ort zugewandten seite eine 30 meter spannende
auskragung – ohne jede veränderung des grund-trogquerschnitts - ergibt.
die wände des trogs werden dazu über den einbau von jeweils sechs
spannkabeln zu spannbetonträgern. dabei erfordert besonders die endverankerung
der kabel am freien ende der auskragung, an der sich der wandquerschnitt nicht
verbreitern darf, komplexe räumliche führungen der kabel.
außerdem muss im kragbereich eine thermische trennung des riegels
stattfinden, wozu spezielle einbauteile entworfen wurden.
die glasfassaden präsentieren sich im einklang mit dem gesamten entwurf
stark reduziert.
die nurglasfassade des schaudepots spannt vertikal über knapp 6 meter ohne
unterkonstruktion, ist lediglich oben und unten biegesteif eingespannt.
die 7 meter hohe fassade am haupteingang erhält nur in der unteren hälfte
eine in der bodenplatte eingespannte unterkonstruktion, die obere hälfte ist
als nurglasfassade ausgebildet.















